Essens kreative Klasse

Wenn Kreative sich treffen, züngeln die Ideen, brennen die Synopsen, glänzt die Iris in schillernden Farben - nur nicht in der Kulturhauptstadt.
Gestern war Eröffnung von „Essens kreativer Klasse". Natürlich waren wir auch aus Dortmund und Bochum angereist, denn schließlich haben wir dort die Grenzen des Ruhrgebiets bereits innerlich abgerissen. Wir waren gespannt auf das transzendentale Feuerwerk der Emotion, das Essens kreative Klasse zur Eröffnung abfeuert. Noch während der Auffahrt hinauf zum Deck der Kohlenwäsche - dem heimlichen Star des Abends - spannten sich unsere Erwartungen bis zum Prä-Zerfetzen. Und hatte nicht Prof. Dieter Gorny, Künstlerischer Direktor von RUHR.2010 und damit gefühlt mindestens auf einer Stufe mit einem Amtsrichter oder Hofrat, ganz knackig angekündigt: „Gerade dieses Engagement muss Ansporn sein, sich weiter dafür einzusetzen, auch im Hinblick auf eine wirklich nachhaltige Kulturhauptstadt 2010, diesen Kultur- und Kreativunternehmern zu der Aufmerksamkeit und Unterstützung zu verhelfen, die sie benötigen, um die Hoffnung, die wir alle in sie setzen, auch mit der gewohnten Leidenschaft und dem ihnen zustehenden Selbstbewusstsein erfüllen und ausfüllen zu können." Aha.  Moment...noch mal von vorne...

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Ab Dortmund über Bielefeld

Berufliche Veränderungen haben Folgen. Ich bin des Öfteren wieder per Bahn unterwegs - soweit möglich. Dass Bielefeld nur eine Erfindung ist und gar nicht existiert, hat sich mittlerweile als belastbare Wahrheit herausgestellt. Jedes Mal wenn ich Bielefeld lese, weiß ich, dass hinter diesem perfiden Beharren auf der Existenz des Erfundenen nur der Versuch verbirgt, das Nichts mit Etwas zu füllen. Noch schlimmer ist jedoch, dass die Bahn bei dieser Verschwörung mitmacht.
Mit beschönigender Regelmäßigkeit halten angeblich Züge in Bielefeld und lassen Menschen ein- und aussteigen. Manchmal sogar mit Verspätung. Ich vermute, dass diese Menschen dafür entlohnt werden, dass sie im Nichts aussteigen. Dies ist fatal für die Betroffenen, denn das Nichts ist weit weniger freundlich, als es auf einen flüchtigen Blick erscheinen mag. Es zeichnet sich durch eine gewisse Leere aus, die auch von einer schnöden Bezahlung nicht mit allzu viel Inhalt gefüllt werden kann. Ins Nichts zu treten ist - auch wenn es beschönigend als Bielefeld bezeichnet wird - vergleichbar mit einer Spaghetti, die beim Abgießen durch das Nudelsieb auf den blanken Spülstahl rutscht und vom nachfließenden kalten Wasser in den Abguss befördert wird. Wer lässt sich dafür schon bezahlen.
Bielefeld

Ein ganz großer Spielverderber...

Bastion...ist das Ordungsamt Bochum. Aufgestachelt von "netten" Nachbarn, hat das Amt der Bastion vorübergehend sämtliche Veranstaltungen untersagt. Aktut davon betroffen ist die Transistor Club-Jubiläumsparty am 12.10. Aber es gibt Hoffnung, denn mit großer Wahrscheinlichkeit soll es bei der Bastion ab November wieder regulär weitergehen. Dann wird auch der Geburtstag nachgefeiert. Wir hoffen es.

www.no-budget-arts.de
www.transistorclub.com

Plankton - Stay artable!

PlanktonMit dem PLANKTON haben sich Dajana Enke und Janine Fabig ihr kleines Design-Refugium und uns den individuellen Kleidermarkt unseres Geschmacksvertrauens geschaffen. Das PLANKTON, Label, Ladenlokal und Raum für neue Kunst in einem, liegt ein wenig versteckt in einem Hinterhaus des Dortmunder Rosenkarrees (Viktoriastr. 15, Eingang Olpe). 2006 taten sich die jungen Dortmunderinnen zusammen mit dem Ziel „die Ruhrgebietsmetropole mit einem leichten Großstadtflair zu verschönern“. Seit dem kann man handgemachte Individualität und viel schönes entdecken, wenn man das Ladenlokal betritt.

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