Bochum Bremen Kingston

flomega luxusIrgendwann trifft es jeden. Die Beatles, Michael Jackson und jetzt also Herbert Grönemeyer. Jeder große Musiker wird früher oder später gewürdigt, indem seine Stücke in Reggaeversionen aufgelegt werden.
Grönemeyer hat's aber besonders gut getroffen. Gentlemans Schlagzeuger Big Finga Coppola hat sich mit dem Italo-Rasta Alborosie in dessen Studio in Jamaica zum Jammen getroffen. Die blitzsauberen Ergebnisse dieser Session nutzte Flo Mega in Bremen, um "aus einer Laune heraus, Grönemeyer-Texte darauf zu interpretieren".
Diese Reggae-Rosskur tut Herbert G. so gut! Fünf Stücke hat Flo Mega getunt und zwei coole Dubs dran gehangen. Hochrangig satter Sound!
Und das Beste: Die "Luxus" EP könnt ihr hier kostenfrei downloaden.

Jain- Mal mir'n Zebra

Jain hat sich in diesem Jahr in Frankreich in den Fokus gespielt. Die junge Französin mit dem Schuluniformen-Style war bei den diesjährigen "Victoires de la musique" für das beste Album nominiert. Es hat nicht ganz gereicht, aber Jains Debütalbum "Zanaka" war trotzdem ein großer Erfolg. Ihr Erfolgsrezept ist ein mondialer Mix aus Afro, Ethno, Elektronik, HipHop, Reggae und wer weiß was noch...
Heute veröffentlicht die 24-Jährige in Deutschland die nächste Single aus dem Album. "Makeba" ist eine Hommage an Miriam Makeba, die offensichtlich zu Jains Idolen gehört. Dementsprechend ist der Sound bei "Makeba": Moderner, afrikanischer Dancepop.

Costeau, Grzimek und das Hidden Orchestra

Das neue Video zum Track "Wingbeats" ist ein Leckerbissen für BUND-Aktivisten, Fjällräven-Models, Rohfischesser und alternde Geographen. Aufgenommen von Drohnen im Geo-Kühlschrank Island zeigt das Video die Art von Natur, die selbst Klimawandelleugner als atemberaubend bezeichnen würden. Ein großes Stelldichein von Wasserfällen, Geysieren, Gletschern, Orcas, Enten und Möwen in pittoresker Slowmotion.
Ganz nebenbei werden diese herzerweichenden Bilder von den Klängen des Hidden Orchestras begelietet. "Wingbeats" ist der Titeltrack der aktuellen EP. Wie man es von Joe Acheson und Hidden Orchestra gewohnt ist, beweist die EP Detailreichtum und Charakter. Field Recordings verflechten sich mit Schlagzeug, Percussions, Piano, E-Harfe, Glockenspiel, türkischer Mey und Cello auf diesem teils experimentellen, neoklassischen Spielfeld.
Das ist mindestens einen Seufzer wert...

www.hiddenorchestra.com

 

Ein Traumstart von Tom Misch

Der 21-jährige Misch aus dem Südosten Londons hat im Sommer seine Debüt-LP "Reverie" veröffentlicht, die Beats à la J Dilla mit Gitarren, die an John Mayer erinnern und vereinzelten Free-Jazz-Elementenverbinden und in überraschende Arrangements und sommerliche Soul-Harmonien münden.

Jetzt geht er auf seine erste internatinale Tour als Headliner und...alles ausverkauft! Auch unser Hinweis auf sein Konzert im Kölner Luxor am 30.11. kommt zu spät und ihr guckt leider in die Röhre.

Ihr müsst euch mit dem neuen Video zur Single "Watch me dance" begnügen, dass in Zusammenarbeit mit dem Künstler Edmond Stanbury entstand. Stanbury erschafft vergängliche Strand- und Sandgemälde, die die Brandung irgenwann wieder wegwischt, wie der Schwamm die binomische Formel auf der Schultafel. Wünschen wir Tom Misch, dass sein plötzlicher Ruhm weniger flüchtig ist.

3 x 3 = 3 - The Buttering Trio

Das Trio veröffentlich sein drittes Album, obwohl heute nicht der 3. März ist. Schlecht geplant, aber jetzt ist "Threesome" draussen. Snoop Dog hält es für "dope as fuck", um es zu Beginn auf den Punkt zu bringen. "Threesome" vereinigt fette Beats, Elektronik, obskure Sounds, Orientalisches, Funk. Dabei hört sich insgesamt auch irgendwie nach Jazz an. Jazz muss schließlich oft herhalten, wenn es sonst schwer zu beschreiben ist. Generell ein nicht ganz einfacher Sound, den man eher nicht nebenbei beim Zähneputzen hört.
Die drei Israelis haben ihren ersten Output bei Studiojams in Berlin produziert. Für das neue Album sind sie in der Welt rumgereist und haben in drei unterschiedlichen Studios aufgenommen, was den Songs eine zusätzliche Prise Vielfalt beschert als sie ohnehin schon besitzen. "Unexperienced" ist die erste Single aus dem Album und das Video dazu ganz schön unanständig. Gucken?

Big Famili mit Wohlfühlfaktor

bigfamili badadamIrgendwann in den Neunzigern gab es den Song "3 is family". Das ist überholt. Heute sind bereits zwei eine Big Famili. Als solche haben King Kalabash und Baron Black nun ihr aktuelles Album vorgelegt: "Badadam" ist konsequenter Roots mit angenehm wummerndem Sound, den aktuellen Hörgewohnheiten der Reggae-Gemeinde angepasst. Die im Reggae langgedienten Jungs von den Antillen geben ihrem brodelnden Roots-Topf Spritzer von Dancehall bei, eine Prise Worldbeats und auch Reminiszenzen an den Rocksteady. Und klassischerweise sind die meist französischen Lyrics erfüllt mit notwendiger Sozialkritik und drehen sich natürlich auch um einschlägige Rauchwaren ("Go ganja go"). Noch Fragen?
Wenn nicht, lasst euch gesagt sein: "Badadam" erfindet das Rad nicht neu. Warum auch? Gutes bleibt eben.

www.bigfamili.com

dirk serries microphonics „resolution heart“

DirkSerriesMicrophonicsResolutionHeart klein„this is the end. play louder.“

kurz und knapp und eindeutig. ein weiteres projekt von dirk serries wird beendet. ganz bewusst, mit ansage und trotzdem wieder einmal überraschend: microphonics, entstanden in der endphase seines ersten post-vidnaobmana projekts fear falls burning, schien bisher so etwas wie „das“ solo-projekt von dirk serries zu sein; obwohl oder gerade weil es im laufe der zeit so viele mutationen durchlaufen hat. und auch, weil es nie kollaborationen von microphonics mit anderen gab.

Weiterlesen

Tschebberwooky - Still wooky

tschebberwookyDie steirische Band Tschebberwooky kommt aus einer Zeit, in der Reggae europäischer Herkunft noch untrennbar mit Yogi-Tee, selbstgestrickten Ringelsocken und Öko-Rastas verbunden war.

Weiterlesen