16-18/06 TRAUMZEIT-FESTIVAL im Landschaftspark Duisburg Nord

traumzeitVermutlich gibt es nur wenige Kulissen für ein Festival, die beindruckender sind. Im Hochofenambiente des Duisburger Landschaftsparks findet alljährlich das Traumzeit-Festival statt. In verschiedenen Locations des Parks geht es über drei Tage hoch her. Und obwohl die Anfänge des Festivals nun schon 20 Jahre zurückliegen, ist man nicht dem allgemeinen Wahn des größer-geiler-berühmter erlegen. Auch 2017 präsentiert sich die Traumzeit als gut strukturiertes, gediegenes Festival ohne Beteiligung von 1Live, dafür in perfekter Umgebung. Man darf so etwas bekanntermaßen nicht zu laut sagen, doch scheint das Traumzeit-Festival immer noch ein bisschen Geheimtipp zu sein.

Das diesjährige Line-up, u. A. Von wegen Lisbeth, findet ihr hier: www.traumzeit-festival.de.

04/06 INTERSTELLAR 2 2 7 im Theater der Keller, Köln

interstellarBarbara Schachtner und Dorrit Bauerecker verbinden in ihrem Ensemble Interstellar 2 2 7 Experimentierfreude und Virtuosität. Die Vokalistin und die Pianistin/Akkordeonistin entwickeln eine moderne Ästhetik, bei der sich Wort und Musik ergänzen.
Das aktuelle Programm Supernova hebt die Explosivität des musikalischen und theatralischen Augenblicks hervor. Der Fokus wird dabei auf das Werden durch den Tod gelegt.
Es geht um das Vermengen, Überlagern und wieder Trennen von Improvisation und Komposition, von Ton und Video, Bewegung und Licht, Text und Raum, Tragik und Komik. Das unterliegt keiner Epoche: Musik von Franz Schubert und John Dowland erklingt neben Werken zeitgenössischer Komponisten, freie Improvisation paart sich mit Worten von Charles Bukowski und Simone de Beauvoir.

www.theater-der-keller.de

 

27/05 RAPHAEL MARIONNEAU im Planetarium, Bochum

marionneauNach der erfolgreichen Premiere des Klangsphäre Festivals im vergangenen Herbst präsentieren die Festivalmacher ab Mai eine eigene Reihe im Zeiss Planetarium Bochum. Bei DJ&SPACE sollen regelmäßig namhafte Größen des Chill-Out- und Electronic-Genres auf dem Surround-Soundsystem des Planetarium auflegen.Den Auftakt am 27.Mai bestreitet Raphaël Marionneau. Seit Mitte der 90er Jahre lässt der gebürtigen Franzose seine Hörer in einen Klangkosmos aus Ambient, Downtempo, Electronica und Klassischer Musik eintauchen.
Bei DJ&SPACE wird Marionneau zwei sechzigminütige Sets spielen. Freut euch auf entspannte Beats unter der Sternenkuppel des Planetariums.

www.planetarium-bochum.de

26/05 HARRISON STAFFORD & THE HANDCART im Luxor, Köln

harrison staffordHarrison Stafford ist bekannt als führende Figur von Grounation, aber bereits seit 2011 auch solo unterwegs. Der Output bleibt jedoch ähnlich: Conscious Roots Reggae! Sein immer noch aktuelles 2016-Album "One dance" dreht sich komplett um equal rights and justice, dem Kern von Reggae und Rastafari. Und diese rechtschaffenen Lyrics bietet Stafford mit seinem typisch quengelnden Gesang dar, der im Stile eines Predigers rüber kommt und stellenweise dazu führt, dass man Stafford für päpstlicher hält als den Papst, respektive für rastafarianischer als seine jamaikanischen Brüder.

Aber schließlich gilt er als Reggae-Professor, der seine Vorlesungsreihe "History of Reggae music" an der Sonoma State University in Kalifornien abhält. Bisher war die Stafford-Band deshalb auch als Professor Crew bekannt. Nach Köln kommt er nun mit seinem Bollerwagen. Vermutlich voll mit rot-grün-gelben Devotionalien. Also hingehen: Harrison Stafford & The Handcart.

www.luxor-koeln.de
www.harrisonstafford.com

Matisyahu - Undercurrent

matisyahu undercurrentDer Mann, der viele Jahre Rasta und chassidisches Judentum irgendwie und kontrovers zusammenführte, hat sich inzwischen aus der Orthodoxie verabschiedet und veröffentlicht nun das sechste Studio-Album.

Weiterlesen

Nils Wülker winselt ins Horn

Denn schließlich ist Wülker Trompeter ersten Ranges. Nach eigener Aussage ist Nils zumindest phasenweise sozialisiert worden durch das 1993 Album von US3 und dem Song "Cantaloop" mit dem famosen Herbie-Hancock-Sample. Seitdem steht bei Wülker die Fusion von Jazz und HipHop ganz oben auf der Agenda.
Am 02. Juni wird er er sein neues Album veröffentlichen. Heißt schlicht "On" und verbindet Jazz, HipHop, Funk und Soul zu einem unwiderstehlichen Mix. Als Appetizer steht jetzt der Track "Never left at all" bereit. Dafür hat sich Nils Wülker die Mitarbeit von Robert Summerfield gesichert, der anonsten die Front bei der Wiener Soulcombo ROBB besetzt. Daraus ist ein sehr schöner Titel entstanden,in dem sich Sänger und Trompeter in Gefühligkeit überbieten.