16/11 DREAM WIFE im Hotel Shanghai, Essen

dreamwifeDas Frauentrio aus EnglandIsland ist trotz seines recht kurzen Bestehens mit furiosen Live-Shows bekannt geworden. Die Gigs sollen tumultartige Events sein mit selbstgebastelter Bühnendeko und Requisiten. Dazu gesellt sich der explosive, krachende Gitarren-Indie-Wave-Rock der jungen Damen. Wer traut sich denn zu, die Konzerte unserer selbsternannten Traumfrauen zu besuchen? Schließlich haben wir Männer doch unsere wissenschaftlich belegten Probleme mit starken Frauen. Ihr wißt schon...unser Mama-Komplex.
Ok, die harten Jungs treffen sich im Hotel Shanghai.
Für die Herbsttermine suchen Dream Wife noch unverbrauchte Supportbands, die sich ab sofort dafür bewerben können. "Wir laden Künstlerinnen ein, ihre Musik, Gedanken, die Nacht und eine Bühne mit uns zu teilen.
Geschlechtervielfalt in der Musikindustrie ist nach wie vor ein Thema und das Ziel ist es, eine Plattform für Musikerinnen zu schaffen, unabhängig von Erfahrung, finanzieller Unterstützung, Anzahl der Online-Follower etc. Wenn du Rock'n'Roll in deiner Seele hast, wenn du etwas zu sagen hast, wollen wir es von dir hören", sagen die Drei dazu.

www.dreamwife.co
www.hotelshanghai.de

02/11 TONBANDGERÄT in der Rotunde, Bochum

tonbandgertAuf ihrem neuen Album erzählt die Hamburger Band Tonbandgerät von Übergängen, von Ungewissheit und Übermut. Und das mit zwölf höchst eingängigen Popsongs, die federleicht euphorisieren und tiefgründig nachschwingen. Dafür sind die Tonbandgeräte eigens in die legendären Berliner Hansa Studios eingezogen.
"Zwischen all dem Lärm" erschien am 07. September als drittes Album von Tonbandgerät in konsequenter Fortsetzung der bisherigen Arbeit. Um an die Vergangenheit anzuknüpfen, kombinierte Produzent Tim Tautorat gemeinsam mit der Band unter anderem klangliche Elemente der 90er mit aktuellen Einflüssen.

www.rotunde-bochum.de
www.musikvomband.de

30/10 PROTOJE im Junk Yard, Dortmund

protoje tour2018Protojes Musik ist ein Statement der Reggae-Zukunft. Der Mann versteht es, hartgesottenes Reggae-Stammpublikum genauso zu befriedigen wie interessierte Crossover-Hörer. Protoje verschneidet Reggae mit Rock und Pop, lässt aber keinem Zweifel an seiner tatsächlichen Herkunft. Scheinbar endlos zitiert er Legenden des Reggae wie Bob Marley, Dennis Brown und Black Uhuru ohne Verdacht unnützen Nachdudelns.
Nein, hier geht es nicht um Bedienung alter Klischees. Protojes Zitieren ist Ausdruck der Weiterentwicklung des Sounds im Sinn von: Jungs, ich hab's verstanden! Ihr habt mir Gold in die Hand gelegt, ich werde keinen Mist daraus machen.

Jetzt ist sein neues Album " A matter of time" draußen und der Termin in Dortmund wird daher zu einem unbedingten Muss.

www.junkyard.ruhr

 

28/10 ÄTNA in der Christuskirche, Bochum

aetnaDiesen Ätna zu besteigen ist kein Sonntag Nachmittag Vergnügen. Das verlangt ein wenig mehr Hingabe und Beschäftigung, denn Ätna macht Musik, die sich einer schnellen Kategorisierung entzieht. Man kann es sich einfach machen und es Elektropop nennen, aber da sind diese Anklänge an klassische Musik. Und dieser Minimalismus, der von Schlagzeuger Demian gern konterkariert wird. Ist es deshalb Jazz? Nein, vor allem ist es Song, den Inés mit ihrer Art zu singen zu etwas Besonderem macht.
Bei der Musik hören die Beiden, die sich in Dresden kennenlernten, aber nicht auf. Die Ästhetik, die sich in ihren Songs widerspiegelt setzt sich in den Videos fort. Das sind audiovisuelle Ereignisse. Es ist zu vermuten, dass Ätna im Ambiente der Bochumer Christuskirche zu etwas ganz Speziellem wird.

www.christuskirche-bochum.de
www.atnaofficial.com

Foto: Josefine Schulz

11/10 VEEDEL KAZTRO im Djäzz, Duisburg

veedelkaztroDer Kölner Rapper ist unterwegs mit seinem neuen Album "Frank und die Jungs". Das wurde produziert von Teka und hat Veedels Karriere in andere Bahnen gelenkt. Da gibt es dann viel Autotune auf die Stimme, keine Samples, aber dafür ganz viel Inhalt. Sollen wir es trotzdem Trap nennen?
Ein wenig erinnert Veedels Weg an die Entwicklung von Trettmann, seinem Kollegen aus Leipzig. Beides Jungs, die sich für einen anderen Sound entschieden haben und viel Arbeit in die Texte gesteckt haben. Das ist die Schokoladenseite des HipHop.

www.djaezz.de

09/10 ASA-CHUNG und JUNRAY im Stadtgarten, Köln

rM junrayDie Kölner reiheM präsentiert im Oktober das Tokioter Avant-Pop-Projekt Asa-Chang & Junray (Foto rechts) auf ihrer ersten Europa-Tournee zusammen mit der Kölner Perkussionistin Rie Watanabe.
Existentielle Verse, gemeinsam rezitiert von einer Frauen- und Männerstimme, jede Silbe unterlegt mit dem Beat einer Tabla und untermalt von Streichern und Samples konkreter Musik: Aus dieser Mischung erfand der Tokioter Musikimpresario Hirokazu Asakura aka Asa-Chang 2002 eine überraschend innovative melodramatische Liedform zwischen Pop und Avantgarde. Das dabei enstandene Album „Hana“ ist n seiner Unbefangenheit und Minimalitätvielleicht vergleichbar mit Tracks von Robert Ashley oder David Behrman auf dem New Yorker Label Lovely Music Ltd. Live inszeniert Asa-Chang seine Musik als Halbplayback und gruppiert sich und seine schillernd kostümierten Mitmusiker an Flöte und Violine um ein mysteriöses selbstgebautes digitales Instrument namens „Junray“, was soviel wie „Pilgerreise“ bedeutet.

Rie Watanabe aus Köln hat sich konsequent der Interpretation aktueller Musik zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten verschrieben. Für ihr reiheM Konzert wird sie zwei ungewöhnliche Stücke für Triangel solo vorstellen: Alvin Luciers 20-minütige prozessuale Komposition „Silver Streetcar for the Orchestra“ (1988) und Matthias Kauls kurzes „Sing“ (2017) für eine mit Messingsaite und Resonanzkugel erweiterte Triangel.

www.stadtgarten.de

Foto: Fuminari Yoshitsugu