Seelenstücke - Pieces of a Man

Morgen erscheint endlich das Debutalbum der englischen Soulband Pieces of a Man. Wir haben euch an dieser Stelle bereits heiß gemacht und nicht zu viel versprochen. "Made in pieces" ist ein ausgezeichntes Album geworden. Die 11 Stücke zelebrieren eine absolut zeitgemäße Version von gefühlvollem Soul. Dieser Soul integriert Sounds aus Funk, Gospel, R'n'B und Jazz. Die sechs Jungs aus Brighton erschaffen exzellente Soundstrukturen mit meisterhaften Vocals, mit Rhodes-Parts zum Niederknien, mit göttlichen Bläsern und knarzigen Vocodern sowie cool modernisierten Oldschool-Synthie-Passagen.
Das reißt selbst Produzent Zed Bias aka Maddslinky vom Hocker, der wahrlich schon genug mit gemacht hat, aber dennoch behauptet, dass "es eine der besten Platten ist, bei denen ich in den letzten 20 Jahren dabei war". Vermutlich deshalb ist auch Soul- und Funk-Ikone Amp Fiddler bei einem Track am Start, der sich sonst dafür nicht hergegeben hätte.
Selbst der berühmte britische DJ Lubi empfiehlt Pieces of a Man wärmstens. Wenn euch also zwei Lubis dieses Ding empfehlen...

"Made in pieces" sei euch allen an Herz und Seele gelegt!

www.piecesofaman.org

 

Quantics Qualitäten

Quantics hauptsächliches Ansinnen war es, einen Track zu produzieren, der auch live gut rüberkommt. Dabei heraus gekommen ist "September Blues", die neueste Veröffentlichung aus dem im letzten Monat erschienenen Album "Altlantic oscillations".
Der Song ist bereits seit längerem Bestandteil von Quantics Live-Band Programm und hat sich stetig weiter entwickelt. Getrieben von orchestralen Klängen in Verbindung mit House-Elementen und unwiderstehlichen Synthies groovt "September Blues" ganz ganz schwer. Die Bandversion im Videoclip kommt dagegen etwas getragener vor und lässt erahnen, wie sich der britische Producer die Umsetzung auf seiner Tour im Herbst vorstellt.
"September Blues" zeigt sehr deutlich, dass Will "Quantic" Holland große Qualitäten hat, wenn es darum geht, Orchestrales und Elektronisches in cooler Art zu verbinden. Das Kribbeln steigt bis zur Tour in ein paar Monaten!

www.atlanticoscillations.com

Vorsicht! Die Frau durchschaut euch.

Nach ihrem großartigen Debüt "Reverie" im letzten Jahr meldet sich die in London beheimatete Kanadierin mit dem ersten Song ihres kommenden Albums mindestens genauso stark zurück. "Swagger" ist erneut ein sehr sehr cooler Song mit zurückgelehnten, mega chilligen Beats. Dazu die perfekt eingepassten Understatement-Vocals von Rhi. Mmmhhhmmm...Mit müheloser Lässigkeit führt uns Rhi durch ihre Heimatstadt Vancouver, um von den Typen zu erzählen, welche die "definition of cool" besitzen. Der Track kanzelt diese Menschen mit zurückgelehnter Selbsicherheit ab und Rhi kommt zu dem Ergebnis, nur die inneren Werte zählen. Hach...so schön für alle, die wie Leberwurst aussehen.

"Swagger" findet sich ab Oktober auf dem Album "The pale queen". Man kann es kaum erwarten!

www.rhi-music.com

 

Hip Hop im Bademantel

Ist das besonders entspannt, wenn jemand in Dittsche-Kluft rappt? Bei Mädness scheint es so. Der Mittdreißiger ist schon lang im Geschäft und offensichtlich ein wenig genervt vom aktuellen Rapgame, dass die Egos der Protagonisten zu deutlich in den Vordergrund stellt. Mädness dagegen ist mehr und mehr der Meinung, Rap kann und sollte eine Haltung haben.
Diese Attitüde wird auch Mädness' kommendes Soloalbum "OG" aufweisen. Das Album kommt am 23.08. Doch der Titeltrack steht jetzt schon bereit. Die Single erfreut sich der Mitarbeit vom genialen Beatschmied Suff Daddy als Produzent. Und wie meint Mädness: "Kann es nicht vergeigen, hatte nie 'ne Stradivari." Na also!

https://www.instagram.com/maedness_isdegude

 

Nicht kasabianisch

Das Mastermind der britischen Kultband Kasabian probiert sich selbst und ein Solo-Project aus und Serge Pizzorno meint selbst dazu:"Das sind die extremen Seiten meiner Persönlichkeit, die ich erkunden kann."
Diese extremen Seiten hören sich sich in Form der zweiten Single "Nobody else" aber sehr nett an. Pizzorno kommt mit seinem Projekt S.L.P. sehr funky rüber, experimentiert mit Funk, HipHop und New Wave. Das beweist auch die erste Auskopplung "Favourites", an der die großartige Rapperin Little Simz entscheidend mitwirkt.
Es wird spannend, ob die Kasabian-Fans da mitgehen. Das Solo-Debüt S.L.P., welches übrigens die Initialen von Serges vollem Namen Sergio Lorenzo Pizzorno als Namen trägt, wird bei Columbia Records Ende August erscheinen.

www.the-slp.com

Elektronische Klassik und klassische Elektronik

Der Begriff Neoklassik scheint ein unbeliebter zu sein. Doch auch auf die Musik von Carlos Cipa passt nichts wirklich besser. Carlos ist klassisch ausgebildeter Pianist und Komponist und verschmilzt in seinen Songs klassische Strukturen mit modernen Produktionsmethoden und teilweise elektronischer Instrumentierung.
Am 23. August veröffentlicht Cipa sein drittes Album "Retronyms", auf dem Klassik, Elektronik und Pop coexistieren. Improvisation trifft dort auf Kompositionskunst. Akustische, teils außergewöhnliche Instrumente auf elektronische Produktionsmethoden und analoge Synthesizer. Vorab gibt es bereits die Auskopplung "Dark tree". Im dazugehörigen Video verbinden sich die feinen Klänge in außergewöhnlicher Weise mit den Bildern. Eine audiovisuelle Meisterleistung!

www.carloscipa.de