Das Lennart Smidt Organic Trio macht bereits länger gemeinsam Musik und ich behaupte, dass hört man. Die drei Musiker spielen zwar die Kompositionen des Bandleaders Smidt, doch lassen die Stücke soviel Raum für Solo-Passagen, fürs Improvisieren und Jammen, dass nicht nur der "Chef" sein Können einbringen kann, sondern auch Drummer John Winston Berta und Bassmann Benson Itoe. Und am Ende fügt sich alles zu einem organischen Ganzen, das dem Namen des Ensembles nur zu gerecht wird.
Der nun veröffentlichte Track ist eine Live-Aufnahme von "Click-Click". Es ist aufgebaut um einen rim-shot. Diesen Kantenschlag auf der snare-drum, den bereits Erykah Badu 1997 musikalisch abgefeiert hat: "I want a rim-shot, hey diggidiggi..."
Lennart hat mich auf das neue Video aufmerksam gemacht, aber wegen meiner Vorlieben gewarnt: Es sei zwar kein Reggae, aber... Also: Vor "Click-Click" müssen auch nicht jazzaffine Menschen keine Angst haben, denn "Click-Click" sind 10 Minuten wunderschöne und hochwertige Musik abseits von Genregrenzen.
Jetzt hat Jimmy seinen letzten Fluss überquert. Ich weiß nicht wie schwer es für ihn am Ende war. Für uns war es damals deutlich einfacher.
Also, eins vorweg: Das neue Album von Anna Wydra ist ihr verdammt gut gelungen! Ein Album alternativer Popmusik, das lebt von Akustik-Gitarren, Effekt-Gitarren, schrägen Synthies und coolen Beats. "Lonely motherfucker" streift dabei Folk und Stadion-Pop, bedroom und banger. Und im Mittelpunkt steht die Situation, in der sich Menschen in Annas Alter in dieser Zeit befinden.
Die britische Künstlerin hat im letzten Jahr mit ihrem Debütalbum überrascht. "Speak in the dark" verband R&B, Drum&Bass, Soul, und Jazz mit Sounds des indischen Subkontinents. Auf "Speak in the dark" folgt nun die EP "Quiet nights (Early takes)". Und dieses Werk ist deutlich jazzfokussierter, was exemplarisch der Song "Corcovado" zeigt. Aber die EP hat erneut diese dunkel-melancholische Seite, die bereits das Debüt aufwies.