03/02 SCOTT KELLY in der Pauluskirche, Dortmund

Scott Kelly ist Gitarrist bei Neurosis, diseer legendären Band des Post Metals. Wenn Scott solo unterwegs ist, bricht er Neurosis Sounds auf das Ambiente eines Wohnzimmerkonzerts herunter. Sehr dicht, ein wenig düster mit ganz intensiven Gitarren. Unterstützt wird der Kalifornier dabei von John Judkins aus Tennessee. Der Multiinstrumentalist ergänzt das Set um sehr atmosphärische Flächen. Scott und John sind nicht zum ersten Mal Gast in der Pauluskirche und ihr könnt davon ausgehen, dass auch die meisten Zuhörer nicht zu ersten Mal dabei sein werden. Deshalb rechtzeitig Tickets sichern.

Als Bonbon gibt es zur Tour eine Live 7“ mit zwei Songs, die bei den Shows erhältlich ist.

www.pauluskircheundkultur.net

02/02 GRANDBROTHERS in der Petrikirche, Münster

Erol Sarp und Lukas Vogel sind die Grandbrothers. Sie lernten sich kennen während ihres Studiums am Institut für Musik und Medien in Düsseldorf. Inspiriert von Künstlern wie John Cage oder Steve Reich ist der Konzertflügel der Ausgangspunkt für ihre Musik. Während sich Erol vornehmlich auf das Klavier konzentriert, entwickelt sich Lukas musikalisches Interesse eher in eine elektronische und technische Richtung. Allerdings arbeitet seine Elektronik nur mit den Klängen, die der Flügel erzeugt. Zusammen kreieren die Beiden einen Sound, der klassische Klavierkompositionen mit elektronischer Klangästhetik und modernen Produktionsmitteln verbindet.

Das zweite Album "Open" ist inzwischen veröffentlicht und wird in der Münsteraner Petrikirche im Rahmen des Pianeo-Festivals natürlich vorgestellt.

www.pianeo.de

27/01 MARC ROMBOY im Planetarium, Bochum

marcromboyMit dem Produzenten, DJ und Labelbetreiber Marc Romboy läuft ein vielseitiger Protagonist der elektronischen Tanzmusik im Planetarium auf. Es zieht ihn in den letzten Jahren vermehrt an klassische Musikorte, um über den Tellerrand der elektronischen Musik hinaus zu blicken. So arbeitete er 2016 mit den Dortmunder Philharmonikern an einer zeitgemäßen Interpretation der Stücke Claude Debussys, aus der auch das kürzlich erschienene Album „Reconstructing Debussy“ resultierte. An die Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Musikdirektor Miki Kekenj knüpft auch das aktuelle Konzeptalbum „Voyage de la Planète“ an. Inspiriert von frühen Science Fiction Autoren wie Jules Verne und H.G. Wells verwebt Romboy darauf gekonnt minimale elektronische Soundscapes mit den Instrumentalklängen der Philharmoniker. Für sein Set im Planetarium könnt ihr euch auf eine kosmische Reise mit entspannten elektronischen Beats und atmosphärischen Sounds freuen.

www.planetarium-bochum.de

Wenn die Glocke Dessa schlägt

Hätte Suzanne Vega damals richtig rappen gelernt, wäre sie vielleicht bereits Dessa gewesen. War Neneh Cherry schon ein bisschen Dessa? Oder ist Dessa ein Songwriter auf R'n'B?
Dessa hat sich einen ganz eigenen Platz in der Musikwelt verschafft. Und mit dem inzwischen vierten Album wird sie diesen untermauern. Die Rapperin und Autorin, Musikerin und Essayistin wird am 23. Februar das neue Album "Chime" veröffentlichen und wer Dessa noch nicht kennt, wird sie spätestens dann kennenlernen. Die Leute des National Public Radios, die Trends vor allen anderen erkennen, haben "Chime" für 2018 bereits als "hotly anticapated album" angekündigt.
Bisher kursieren im Netz nur Videos zu einzelnen Stücken, insbesondere lyric videos wie das zu "Fire drills". Und unter uns: Bei welchem Künstler machen lyric videos mehr Sinn als bei Dessa.

Deshalb vormerken: 23.02.2018, der Tag an dem "Chime von Dessa das Licht der Welt erblickt.

Noch 'ne Zugabe von Anderson East

Es ist ein wenig ungewöhnlich, sein zweites Album "Encore" zu nennen. Ob sich die Leute, die den Blues im Herzen tragen Sorgen machen müssen, dass es mit Easts Musik nun wieder vorbei ist? Erstmal steht aber der Nachfolger des äußerst erfolgreichen Debüts "Delilah" ins Haus. 2015 hat Anderson East mit diesem Album den Blues wieder ins Gespräch gebracht.
Jetzt also "Encore". 11 Stücke, die East und seine Band im RCA Studio in Nashville aufgenommen haben. Und nun will ich ein Raunen von euch hören, da dieser Hauch der Historie an euch vorüber weht. Zudem ist Easts neues Album produziert von Grammy Gewinner Dave Cobb aus Nashville, der bereits "Delilah" dirigierte. Zudem ist die Country-Größe Chris Stapleton am Song "King for a day" beteiligt, enthält das Album Coverversionen von Ted Hawkins und Willie Nelson. Aber auch die Leute, die man nicht mit dem Blues in Verbindung bringt, hat sich Anderson East fürs zweite Album ins Boot geholt wie Ed Sheeran und Dance-Producer Avicii, der bei der Single "Girlfriend" seine Finger im Spiel hatte.

Man kann also sehr gespannt sein auf das heute erscheinende zweite Album von Anderson East.

www.andersoneast.com

o.k.kuper, Frau Lu, Unruh und unruhr

Huntlosen. Huntbegraben. Eine Scheune im Hinterland. Die alten Scheiben sind blind, Gott sei Dank nicht taub. Nicht gut reinzuschauen, doch wirklich: Man hört, was rauskommt.

Das Schlagzeug war mal Enzo Ferraris Metronom, der Typ links kramt in einem Schiffscontainer voller Gitarrenriffs und über die Abschaffung der Soli diskutiert hier niemand. Der Lange in der Mitte singt deutsche Lyrik. Mal geschmeidig wie Kaschmir, mal kratzbürstig wie dein Angora-Unterhemd an kalten Tagen. Und jetzt schreit der Bass: Los geht’s, Jungs!
Die Kollegen von o.k.kuper sind nicht exaltiert, sind unprätentiös. Kein Pathos, der dich ankotzt. Übers platte Land geht's eben nur geradeaus. Der Sound von Bass, Gitarren und Schlagzeug hat lange Wurzeln in der Rock- und Pophistorie, ist auch ohne digitale Spielereien auf der Höhe der Zeit. Geht das? Kann deutsche Musik dieser Tage hip sein, cool sein, Relevanz besitzen, ohne aus Berlin zu kommen? Berlin…ach Gottchen…hier und jetzt kommt Oldenburg!

Frau Lu ist die erste Single und macht Vorgeschmack auf das demnächst erscheinende Album.

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