05/09 JON GIBSON ENSEMBLE im Stadtgarten, Köln

jon gibsonDie reiheM präsentiert im Stadtgarten den Klarinettisten, Saxophonisten und Komponisten Jon Gibson. Er ist seit Ende der 1960er Jahre einer der wichtigsten Protagonisten der New Yorker Spätmoderne. Steve Reich komponierte für ihn Stücke. Er sang Ende der 1960er Jahre gemeinsam mit Moondo Kanons. Er spielte mit Richard Teitelbaum und Frederic Rzewski im New Yorker Flügel des Ensembles Musica Electronica Viva und gehört seit 1968 zum Philip Glass Ensemble. Zusammen mit einem jungen vierköpfigen Ensemble aus Elektronikern und Perkussionisten wird er seine legendäre Komposition „Visitations“ aus dem Jahr 1973 interpretieren, in dem ein durch Becken erzeugtes Maximalfeld an Frequenzen mit leisesten Saxophonmelodien durchkreuzt wird.

An diesem Abend ebenfalls am Start ist der Kalifornier M. Geddes Gengras,der zu einer neuen Generation von Synthesizer Spezialisten gehört, die sich ganz der analogen FM-Synthese (Frequency Modulation Synthesis) verschrieben haben. Diese, gerne auch Westcoast genannte, Schule der elektronischen Klangerzeugung, arbeiten ausschließlich mit der Intermodulation von Sinus-Wellen. Die komplexen, abstrakten Klangwelten von Gengras beziehen ihre Inspiration aus der südkalifornischen Ambientkultur esoterischer Meditationsmusik der 1980er Jahre, aus den karibischen Dub- und Bass-Kulturen Jamaikas und aus den avantgardistischen Produktionen der europäischen Radiostudios in London, Köln oder Mailand der 1950er Jahre.

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